„Teach what you preach“ ist das Motto mancher Flipped Classroom-Aktiver: Wer dafür plädiert, im Unterricht keine Vorträge zu halten, sollte auch bei einer Tagung darauf verzichten können.
Das galt auch auf der Flipped Classroom-Convention am 30. Juni in Berlin. Die Workshop-Leitenden hatten meist Vorbereitungsmaterialien bereit gestellt. So war in den Workshops mehr Zeit zum Diskutieren. Und da viele der Anwesenden entweder schon ihren Unterricht flippen oder überlegen, das demnächst zu tun, war alle sehr interessiert und entsprechend spannend die Diskussion.
Auch sonst neue Formate: Bei der Fragerunde zu Anfang

wurden die vorher eingesandten Fragen nicht etwa vom bekannten Experten Christian Spannagel beantwortet, sondern das Mikro gehörte dem Plenum – und da kam auch viel Expertise zusammen.
Die Abschlussrunde wurde dank der von Christian Freisleben-Teutscher angeleiteten Improvisationsmethoden sehr lebhaft und fröhlich. Zum Schluss gingen Kommentare per Papierflieger an das Moderationsteam.
Ein Eindruck davon gefällig? Gibt’s als 5-minütigen Videozusammenschnitt:


(Das Original auf http://flipyourclass.christian-spannagel.de/2017/07/das-impressionsvideo-zur-flipped-classroom-convention/.
Natürlich lohnt auch das Stöbern auf dem Projekt-Blog nach den Vorbereitungs- und Workshopmaterialien.)

Im Projekt „Flip your class“ experimentieren mehrere Berliner Schulen mit dem Flipped Classroom, wissenschaftlich betreut von der PH Heidelberg.
Was ich zum Beispiel mitgenommen habe, war eine Idee, wie man mit den Arbeitsblättern umgeht, die während des Videos bearbeitet werden sollen: Ich hatte die bisher mit Kahoot abgeprüft, was auch ganz gut funktioniert. Jetzt berichtete Mareike Glöckner, dass sie die Arbeitsblätter in Gruppen besprechen lässt. So haben die Lernenden mehr Verantwortung und lernen auch durchs Lehren, wenn sie nämlich den anderen erklären, warum dies und nicht das richtig ist. (Habe ich drei Tage später gleich ausprobiert. Lerneffekt hoch – das bestätigten auch die Studierenden. Kleiner Schock nur: wie viele Leute die Arbeitsblätter nicht ausgefüllt oder nicht mitgebracht hatten!)

Das Berliner Projekt „Flip your Class“ läuft im Herbst dieses Jahres nach drei Jahren aus – die Convention war also die Abschlusstagung. Aber wenn ich von mir auf andere schließen darf, wünschten sich beim Abschied wohl alle eine FCC 2018.

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